Kirchenmusikalische Andacht zum Tag der Menschenrechte

Kirchenmusikalische Andacht zum Tag der Menschenrechte

Datum:15.12.2011
Zeit:19.30 Uhr
Ort:Klosterkirche Warendorf

Die ai-Ortsgruppe lädt am Donnerstag, 15.12.2011, um 19.30 Uhr in der Kirche das ehemalischen Franziskanerklosters zu Warendorf anlässlich des internationalen Tags der Menschenrechte zu einer kirchenmusikalischen Adacht ein.

Ausführende:

Ev. Posaunenchor Warendorf, Leitung: Georg Potthoff

Martina Odenbrett, Querflöte

Paul Gödde, Orgel

Pfr. Herwig Behring, Predigt

Gebet

Du, unser Gott, in Solidarität gehören wir zusammen mit denen, die in Gefahr und Kampf leben. Ob nah oder fern: Wir haben Teil an ihren Ängsten und an ihren Hoffnungen. Lehre uns, über unser eigenes Leben hinauszuschauen und im Mit-Leiden an jene Grenzen zu kommen, wo Menschen leiden, aber auch die Welt verändern.

Füge uns zusammen mit den Fremden, die wir nicht beachten; mit den Ausgestoßenen, von denen wir meinen, dass es sie nicht gibt; und mit den Gefangenen, denen wir aus dem Wege gehen.

Gott, lass ›Solidarität‹ ein Wort unserer Zeit sein für die Gemeinschaft, zu der Du uns dauernd verlockst.

Aber Gott, unsere Offenheit und Verantwortung für andere möge echt sein, kein unehrliches Manöver.

Unsere Solidarität möge Wirkung zeigen und nicht nur aus Worten bestehen. Sie möge aus der Hoffnung erwachsen und nicht einfach nur unter dem tragischen Druck von Katastrophen entstehen.

Unsere Verantwortung für andere möge bescheiden sein, denn wir sind nicht fähig, uns aller Probleme der Welt anzunehmen.

Gott, reinige uns in unserer Verantwortung für andere, damit diese Verantwortung echt sei, fruchtbar, leidenschaftlich und bescheiden.

Wir bitten darum im Namen dessen, der in seiner Solidarität eins war mit den Menschen, die verachtet und aufgegeben werden, im Namen Jesu Christi, dem Sohn und unserem Bruder.

Amen.

Aus: Gebete aus der Ökumene 4, Missionshilfe Verlag, Hamburg 1999

 

Segen

Möge Gott dich segnen mit Unbehagen gegenüber allzu einfachen Antworten, Halbwahrheiten, und oberflächlichen Beziehungen, damit Leben in der Tiefe deines Herzens wohnt.

Möge Gott dich mit Zorn segnen gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen, damit du nach Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Frieden strebst.

Möge Gott dich mit Tränen segnen, zu vergießen für die, die unter Schmerzen, Ablehnung, Hunger und Krieg leiden, damit du deine Hand ausstreckst, um sie zu trösten und ihren Schmerz in Freude zu verwandeln.

Und möge Gott dich mit der Torheit segnen, daran zu glauben, dass du die Welt verändern kannst, indem du Dinge tust, von denen andere meinen es sei unmöglich, sie zu tun.

Aus: Em Tua Grca, Gottesdienstbuch Neunte Vollversammlung Ökumenischer Rat der Kirchen, Genf 2006

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