Gottesdienst zum Kruzifix-Streit

Gottesdienst zum Kruzifix-Streit

Nichts ist schlimmer, als ein Kreuz, an dem keiner mehr Anstoß nimmt!

"Das Kreuz Christi: Den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit... Und uns???" Unter dieser Fragestellung ging Pfarrerin Susanne Nickel im Gottesdienst am 13. Juni in der Freckenhorster Pauluskirche aus Anlass des "Warendorfer Kruzifix-Streites" der Frage nach, was das Kreuz uns Christen eigentlich (noch) bedeutet... Dabei warnte sie vor einer Ästhetisierung und Kommerzialisierung des Kreuzes ebenso wie vor einer Nivellierung und Säkularisierung seines Symbolgehaltes durch die Umdeutung in ein bloßes Symbol der abendländischen Kultur. Anhand der Kruzifix-Verfremdungen des Künstlers Alfred Grimm zeigte sie in ihrer Predigt den christlichen Symbolgehalt des Kreuzes auf: Indem der Künstler das Kreuz Christi mit Themen und Schauplätzen der Gegenwart konfrontiert, gibt er dem Kreuz seine ursprüngliche Anstößigkeit zurück. So führt uns das Kreuz Christi zu den Abgründen und an die Grenzen unseres Menschseins. Es konfrontiert uns mit der zerstörerischen Brutalität menschlicher Macht und entlarvt die Begrenztheit und Ambivalenz all unserer menschlichen Weisheit. Das ist das Ärgernis des Kreuzes Christi - gut, wenn das Kreuz uns noch daran erinnert: Denn nichts ist schlimmer, als ein Kreuz, an dem keiner mehr Anstoß nimmt!

Die Predigt und die sich wechselseitig erschließenden Lieder und Texte des Gottesdienstes stehen als Download zur Verfügung.

 

Alfred Grimm: Bayerisches SchulkreuzAlfred Grimm: Bayerisches Schulkreuz