Bibelgespräch im Martin-Luther-Haus

Bibelgespräch im Martin-Luther-Haus

Datum:07.10.2010
Zeit:9.30 Uhr
Ort:Warendorf
Leitung:Pfr. Herwig Behring

1. Befiehl du deine Wege / und was dein Herze kränkt / der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. / Der Wolken Luft und Winden  / gibt Wege, Lauf und Bahn / der wird auch Wege finden,  / da dein Fuß gehen kann

2. Dem Herren musst du trauen, / wenn dir’s soll wohlergehn; / auf sein Werk musst du schauen, / wenn dein Werk soll bestehn. / Mit Sorgen und mit Grämen / und mit selbsteigner Pein / lässt Gott sich gar nichts nehmen, / es muss erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade, / o Vater, weiß und sieht, / was gut sei oder schade / dem sterblichen Geblüt; / und was du dann erlesen, / das treibst du, starker Held, / und bringst zum Stand und Wesen, / was deinem Rat gefällt.

4. Weg hast du allerwegen, / an Mitteln fehlt dir’s nicht; / dein Tun ist lauter Segen, / dein Gang ist lauter Licht; / dein Werk kann niemand hindern, / dein Arbeit darf nicht ruhn, / wenn du, was deinen Kindern / ersprießlich ist, willst tun.

5. Und ob gleich alle Teufel / hier wollten widerstehn, / so wird doch ohne Zweifel / Gott nicht zurücke gehn; / was er sich vorgenommen / und was er haben will, / das muss doch endlich kommen / zu seinem Zweck und Ziel.

6. Hoff, o du arme Seele, / hoff und sei unverzagt! / Gott wird dich aus der Höhle, / da dich der Kummer plagt, / mit großen Gnaden rücken; / erwarte nur die Zeit, / so wirst du schon erblicken / die Sonn der schönsten Freud.

7. Auf, auf, gib deinem Schmerze / und Sorgen gute Nacht, / lass fahren, was das Herze / betrübt und traurig macht; / bist du doch nicht Regente, / der alles führen soll, / Gott sitzt im Regimente / und führet alles wohl.

8. Ihn, ihn lass tun und walten, / er ist ein weiser Fürst / und wird sich so verhalten, / dass du dich wundern wirst, / wenn er, wie ihm gebühret, / mit wunderbarem Rat / das Werk hinausgeführet, / das dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile / mit seinem Trost verziehn / und tun an seinem Teile, / als hätt in seinem Sinn / er deiner sich begeben / und sollt’st du für und für / in Angst und Nöten schweben, / als frag er nichts nach dir.

10. Wird’s aber sich befinden, / dass du ihm treu verbleibst, / so wird er dich entbinden, / da du’s am mindsten glaubst; / er wird dein Herze lösen / von der so schweren Last, / die du zu keinem Bösen / bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue, / du hast und trägst davon / mit Ruhm und Dankgeschreie / den Sieg und Ehrenkron; / Gott gibt dir selbst die Palmen / in deine rechte Hand, / und du singst Freudenpsalmen / dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End, o Herr, mach Ende / mit aller unsrer Not; / stärk unsre Füß und Hände / und lass bis in den Tod / uns allzeit deiner Pflege / und Treu empfohlen sein, / so gehen unsre Wege / gewiss zum Himmel ein.

 

Psalm 37.1-9

Befiehl dem HERRN deinen Weg

37 1 Von David.
Erhitze dich nicht über die Übeltäter,
ereifere dich nicht über die, die Unrecht tun.
2 Denn schnell wie das Gras verwelken sie,
und wie grünes Kraut verdorren sie.
3 Vertraue dem HERRN und tue das Gute,
bleibe im Land und bewahre die Treue.
4 Freue dich des HERRN,
und er wird dir geben, was dein Herz begehrt.
5 Befiehl dem HERRN deinen Weg
und vertraue auf ihn, er wird es vollbringen.
6 Er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht
und dein Recht wie den Mittag.
7 Sei still vor dem HERRN
und harre auf ihn.
Erhitze dich nicht über den, dessen Weg gelingt,
und nicht über den, der Ränke schmiedet.
8 Lass ab vom Zorn, gib auf den Grimm,
erhitze dich nicht, es bringt nur Böses.
9 Denn die Übeltäter werden ausgerottet,
die aber auf den HERRN hoffen, sie werden das Land besitzen.

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