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Im Namen Gottes, für uns wie Vater und Mutter

Im Namen Gottes, für uns wie ein Bruder durch Jesus Christus

Im Namen Gottes, für uns wie der Wind und die Kraft, die uns Leben lässt

 


Eine Einstimmung aufs Weihnachtsfest

Der „kleine“ Gott 

Was geschieht Weihnachten? Wir feiern die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem. Die Szene, die in den vielen Krippendarstellungen nachempfunden wird, inklusive Ochs und Esel. Aber was geschieht Weihnachten wirklich? Kinder werden doch jeden Tag geboren, das ist etwas besonderes, aber nichts außergewöhnliches. 

Theologisch ist klar: Gottes Sohn kommt auf die Welt, Gott wird Mensch, lässt seine Herrlichkeit zurück, bleibt aber immer noch Gott. 

Eigentlich ist Gott unnahbar, unverständlich und nicht zu begreifen, vielleicht sogar Angst machend, wenn er so zornig wird, dass Berge Feuer speien. Eigentlich ist Gott sehr auf Distanz bemüht, das Heiligtum darf niemand beteten. Eigentlich ist Gott groß, so dass ihn kein Gebäude fassen kann. Und so mächtig, dass er Sterne vom Himmel fegen kann.

Wenn ich mir einen Gott wünschen könnte, dann wäre es einer, 

der immer an meiner Seite ist, 

der mir sagt, dass ich ihm wichtig bin, 

der mich fördert und  unterstützt,

mit mir lacht und weint, 

dem ich alles sagen kann, 

der mich versteht, 

der mich in den Arm nimmt, wenn ich traurig oder frustriert bin, 

mit dem ich Pferde stehlen kann, 

dem ich nichts erklären muss, 

der mir Mut macht und mich motiviert, 

mich zum Lachen und zum Staunen bringt, 

der neben mir her geht, 

der meine Freuden und mein Leid teilt, 

dem ich nie lästig bin, 

der mich liebt, 

der mich beschützt, 

der mir den richtigen Weg zeigt, 

der trotz aller Fehler, die ich mache, noch zu mir hält, 

der sich mit mir freut und meinen Frust aushält, 

bei dem ich zur Ruhe kommen kann,  

nach dem ich mich sehne und 

der mir entgegen kommt und auf mich wartet, wenn ich mich verlaufen habe. 

 

Gott hat den gleichen Wunsch, vielmehr eine Sehnsucht, nach dieser Welt, nach uns Menschen. Seiner Schöpfung. Keinen Abstand mehr, sondern das volle Leben. 

Und dann lässt er es Weihnachten werden. Die Geburt eines Kindes im Stall von Bethlehem. Ganz normal und doch so anders. 

Gott wird klein, damit er in mein Leben passt. In das Leben mit Lachen und Weinen, mit Frust, Fehlern und Freude. 

 

Der große Gott, den nichts fassen kann, sucht Nähe, verlässt seine Distanz, Gott wird normal, wird Mensch, begibt sich auf Augenhöhe, wird ein Ansprechpartner, ein Gegenüber. Er will dazugehören, zu unserem Leben. Dabei sein. Er sucht Wohnung. Nicht nur den Stall von Bethlehem, sondern mich, uns. 

Damit das passt wird er klein. 

 Er wird ein Kind, ein Baby, und wie Kinder auch wachsen, darf Gott in meinem Leben auch größer werden und immer mehr Raum einnehmen. Ja, er ist immer noch Gott. Aber eben nicht mehr fern, sondern bei mir, in mir und immer an meiner Seite. Wunsch erfüllt.  Frohe Weihnachten. 

Sandra Reimann
Presbyterin und Prädikantin


Das Weihnachtsevangelium Lukas 2,1-20 zum Hören:

 


Wie hat Martin Luther zu Weihnachten gepredigt? Hören Sie hier eine fast 500 Jahre alte Predigt, die der Reformator am  Weihnachtsfest 1531 in Wittenberg gehalten hat.

 

 


 

Segen

Wenn du jetzt weitergehst,
dann gehe mit dem Segen Gottes:

Gott segne dich und behüte dich.
Gott sorge für dich.
Gott bewahre dich
und erfülle dein Leben mit Liebe.

Amen.

 


 

Wenn Sie sich schon einmal mit dem Thema des nächsten Sonntags bzw. Feiertages beschäftigen möchten,
empfehlen wir eine wunderbare Seite,
die von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern (ELKB) und
der Vereinten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) angeboten wird:

Kirchenjahr evangelisch

 

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