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Türchen Nr. 24

(Hinweis: bei Smartphones besser in der Queransicht)

In unserem Adventskalender 2020 gehen
wir Tag für Tag in ein Haus unserer Gemeinde.

Einzelne Gemeindeglieder oder auch Leiter*innen
von Einrichtungen geben uns einen Einblick in ihr Haus
und zeigen ihre Weihnachtskrippe.

Dazu sagen sie uns, warum diese Krippe für sie
besonders ist und warum sie sich -
bei aller Beeinträchtigung durch Corona -
in diesem Jahr auf Weihnachten freuen.


Der heutige Beitrag ist die Krippe aus der Christuskirche, aber 
nicht der Warendorfer Christuskirche, sondern der Lutherischen 
Christuskirche in Windhoek, Namibia.
Der dortige Pfarrer André Graf, ein Studienfreund von Pfarrer Bury
aus Münsteraner Zeiten, sendet herzliche Grüße ins Münsterland.

Pfarrer André Graf (gebürtig aus Bad Salzuflen) ist
seit August 2019 Auslandspfarrer in Windhoek/Namibia.
 

Zu seiner Gemeinde dort schreibt er:

„Anders als bei fast allen anderen Auslandsgemeinden handelt
es sich um eine Partnerkirche. Das heißt, 95% meiner Gemeinde
(2.500 Gemeindeglieder - eine der drei größten deutschsprachigen
Gemeinden im Ausland) sind deutschsprachige Namibier, nur 5% Deutsche.
80% sind weißer Hautfarbe, 20% schwarzer Hautfarbe. 

Corona hat hier vor allem zu einem immensen wirtschaftlichen Einbruch
geführt. Viele haben ihre Jobs verloren oder Gehaltskürzungen hinnehmen
müssen. Stand heute sind insgesamt 181 Personen an oder mit Corona
verstorben. Das viel größere Problem ist jedoch meines Erachtens nach für
Namibia die durch Covid19 beschleunigte soziale Verelendung der ärmsten
Bevölkerungsschichten. Als Gemeinde versuchen wir hier Hilfestellung zu
bieten und haben zwei Suppenküchenprojekte ins Leben gerufen und
Lebensmittelpakete für etwas über 500.000 Mahlzeiten verteilt. Trotzdem ist
all das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zeitgleich haben wir auch selber
mit massiven Einnahmeverlusten zu kämpfen (20% Minus zum Vorjahr).
Sie sehen: Die Herausforderungen sind riesig. Trotzdem freue ich mich, hier
zu sein und habe den Eindruck, dass es gerade in diesem Jahr gut war und ich
mit meinen Schwerpunkten helfen konnte. 
 

Die auf dem Bild zu sehende Krippe ist für mich besonders, denn die Christuskirche
- in der die Krippe steht - ist nationales Wahrzeichen. Wir dürfen Gottesdienste mit
max. 50 Personen feiern. Das werden wir zu Weihnachten fünfmal tun. Zudem wird
unsere Christvesper in Radio und Fernsehen übertragen. Ich mag an der Krippe das
neben- und miteinander von weißen und schwarzen Figuren. So ist es auch in Namibia
und in unserer Gemeinde. Manchmal kulturell herausfordernd, vor allem aber unheimlich
bereichernd. 
 

Ich freue mich auf Weihnachten, weil mit Jesu Geburt eine "Pandemie" - alle Welt betreffend -
losgegangen ist, die das Leben radikal positiv verändern kann. Gott wird Mensch und wohnt
unter uns, um uns seine Liebe zu zeigen. Für mich das allergrößte Geschenk an Weihnachten.
Gerade in diesem Jahr erinnere ich mich daran sehr gerne. "

 

Pfarrer André Graf, Windhoek in Namibia

 

Mehr Informationen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia:

https://www.elcin-gelc.org/gemeinden/windhoek/windhoek-einfuehrung


Dieses ist der letzte Beitrag unseres digitalen Adventskalenders 2020.
Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Alle Informationen zu unseren Livestreams finden Sie auf der Startseite.

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